Naturschutz

Der Sektion Main-Spessart des Deutschen Alpenvereins e.V. liegt das Thema Naturschutz sehr am Herzen und engagiert sich nicht nur für die Naturschutz-Kampagnen des Deutschen Alpenvereins oder anderer Naturschutzorganisationen und -Verbände in den Alpen, sondern setzt auch im Landkreis Main-Spessart ein Zeichen für den Naturschutz!

Euch ist das Thema genauso wichtig wie uns und Ihr habt Lust mitzuarbeiten, dann meldet Euch bei unserer Naturschutzreferentin Gisela Baum!

HIER – findet Ihr unsere Touren rund um den Naturschutz.

Naturschutz – WIR sprechen mit!


Eichenzentrum im Hafenlohrtal

Die Sektion Main-Spessart hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und ist der Meinung, dass wir kein „Eichenzentrum“ im Hafenlohrtal benötigen. Wir sind uns mit vielen anderen Naturschutzverbänden der Region einig, dass für dieses Geld, das in die Renovierung des Hofgutes in Erlenfurt gesteckt werden soll – 26,5 Mio. €, sinnvoller in den Naturschutz im Spessart angelegt ist. Gegen ein Besucherzentrum ist nichts einzuwenden, wenn es schon verkehrstechnisch erschlossen ist, wie z.B. am Bischborner Hof. Der Alpenverein würde ein Besucherzentrum bei Breitsol in der Nähe vom Geiersberg unterstützen.

Nach der Abgabe von 7000 Unterschriften gegen das geplante Eichenzentrum im Hofgut Erlenfurt wurde am 22.1.2020 die Petition im Landtag in München verhandelt. Das Ergebnis war, dass es einen vorläufigen Planungsstopp gibt. Die Online-Petition wurde beendet.

Windkraft im Spessart

Im hessischen Spessart sollen in der Nähe von der Bayerischen Schanz 25 Windkraftanlagen errichtet werden. Die ersten Bäume wurden dafür schon gerodet. Die Sektion MSP ist in diesem Fall gegen eine Errichtung von Windkraftanlagen im Naturpark Spessart. Der Schutz wertvoller Naturschutzgebiete und Erhalt der Wälder als CO2 und Wasser-Speicher haben oberste Priorität.

Wir sind uns bewusst, dass wir die Windkraft als Alternative für unsere Stromversorgung benötigen, fordern aber eine sorgfältige Abwägung beim Thema Windkraftanlagen, wenn es auf Kosten von Wald und Natur geht.

B26n

Vor 40 Jahren wurde in Arnstein bereits ein Stück der B26n gebaut. Ursprünglicher Plan war eine durchgehende Strecke bis Helmstadt. Bis nach Karlstadt ist die Straße im Verkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf schon vorgesehen.

Es herrschen diverse Pro- und Contra-Argumente, u. a. werden genannt:

  • Das Werntal wird verkehrstechnisch entlastet; lt. einer Studie werden andere Ortschaften weiteren Zusatzverkehr erhalten.
  • Auswirkung sind die Versiegelung von Böden, was Naturschützer sehr kritisch sehen.

Eine Option ist ein Durchfahrverbot für LKW und der Bau von Ortsumgehungen. Die Lebensqualität für Bewohner an bestehenden Straßen wird verbessert, wenn der Verkehr außen herumläuft.

Für die B26n spricht, dass der Landkreis damit wirtschaftlich nicht abgeschnitten wird, sondern für Unternehmen attraktiv bleibt.

DAV MSP steht dem Ausbau der B26 positiv gegenüber und bittet, dies so naturverträglich wie möglich zu gestalten.

Naturschutz – WIR unterstützen!


#UNSEREALPEN

#UNSEREALPEN Die Kampagne vom AVS, DAV und ÖAV möchte aufzeigen, wie bedroht dieser Naturraum ist und wie wichtig es ist, dafür zu kämpfen, dass dieser Natur- und Kulturraum erhalten bleibt. Beim Riedberger Horn konnte der Bau der geplanten Skischaukel gestoppt werden.

Jetzt gibt es eine neue Planung für eine Skigebietszusammenschließung zwischen Pitztal und Ötztal. Auch hier kämpft der Alpenverein für die Nichterschließung.

Bitte die Online-Petition dazu unterzeichnen.
Nähere Informationen auf der Homepage: unsere-alpen.org


Climbers for Future

Mit der Petition „Climbers for future” wenden sich Menschen, die bergsteigen, wandern, klettern oder einfach die Alpen lieben, an die österreichische Regierung: Sie rufen zum „Klimagipfel“ auf und fordern einen echten Umwelt- und Klimaschutz ein.

Wir Bergsteiger, Wanderer und Kletterer rufen deshalb auf zu UNSEREM Klimagipfel. Setze ein Zeichen für den Umwelt- und den Klimaschutz!
Quelle: climbersforfuture.org

Bitte die Online- Petition dazu unterzeichnen.
Nähere Informationen auf der Homepage: climbersforfuture.org

DAV als Naturschutzverband


Der DAV ist bereits seit 1984 als Naturschutzverband in Bayern anerkannt, seit 2005 auch auf Bundesebene und seit 2008 als Umweltorganisation in Österreich.

Daraus erwächst dem DAV die Verpflichtung, sich qualifiziert und mit Nachdruck für die Belange des Natur- und Umweltschutzes einzusetzen. Er kooperiert dazu mit anderen Verbänden und Initiativen und befürwortet ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Politik, Behörden und Wirtschaft. Der DAV ist parteipolitisch unabhängiger Anwalt der Bergwelt. Er regt eine offene Diskussion über Umweltfragen an und trägt damit zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft bei.

Die Anerkennung des DAV als Naturschutzverband ermöglicht eine Beteiligung an Anhörungsverfahren und die Abgabe einer naturschutzfachlichen Stellungnahme. Der DAV beteiligt sich in der Regel an Verfahren, wenn die Natur und Landschaft der Alpen sowie die Ausübung des Bergsports betroffen sind.

Quelle: alpenverein.de/natur/naturschutzverband

DAV Resolution Klimapolitik


Wir schreiben das Jahr 2050: Hochgelegene Alpenvereinshütten schließen aufgrund dauer-haften Wassermangels. Stürme legen ganze Wälder um, etliche Täler sind nicht mehr pas-sierbar. Der Zugspitzgipfel fällt auseinander. Der Permafrost ist nicht mehr stabil, Einhausung mit Sarkophag ist die letzte Rettung.

Drei Horrorszenen der Klimakrise! Nur Fiktion oder Wirklichkeit? Die Folgen des Klimawandels bekommen wir, als Bergsteigerinnen und Bergsteiger heute schon besonders zu spüren, denn die Temperaturen im Alpenraum steigen – und sind in der jüngsten Vergangenheit überproportional gestiegen. Der Gletscherrückgang ist dramatisch, “ewiges Eis” gibt ́s nicht mehr. Mit auftauendem Permafrost steigt die Bergsturzgefahr. Auch die natürliche Skisaison wird nachweislich immer kürzer. Wenn wir die 1,5°C Grenze überschreiten, wird die Frage der Skisaison jedoch keine relevante mehr sein.
Tatsächlich sind die zunehmende Erderwärmung und damit die Klimakrise heute eines der drängendsten Probleme der Menschheit überhaupt. Doch die Treibhausgase in der Atmosphäre, allen voran das CO2, nehmen trotz wiederholter Absichtserklärungen der Weltgemeinschaft, zuletzt in Paris 2015 und Kattowitz 2018, weiter zu. Sogar entgegen neuer Er-kenntnisse und Sonderberichte, die den UN-Klimarat im Herbst 2018 veranlassten, die Obergrenze beherrschbarer Erderwärmung von 2°C auf 1,5°C zu senken. In Deutschland ist der Ausstoß klimawirksamer Gase trotz bisheriger Bemühungen seit neun Jahren nicht merklich gefallen.
Die vorhergesagten Auswirkungen auf unseren Planeten und damit auf uns Menschen sind drastisch und schon in naher Zukunft unkontrollierbar. Daher sind wir in der Verantwortung, jetzt zu handeln!
2019 feiert der Deutsche Alpenverein sein 150-jähriges Jubiläum. Zur Freude kommt die Sorge über die klimatische Entwicklung, wohl wissend, dass diese zwar im Gebirge besonders prägnant ist, aber auch weltweit ein menschenwürdiges Leben in Zukunft gefährdet.

Der Deutsche Alpenverein wendet sich mit dieser Resolution an die Politikerinnen und Politiker in den Ländern und Kommunen und insbesondere im Bund: Die Bundesregierung hat ein Klimaschutzgesetz auf den Weg gebracht, das mit der Klimaneutralität 2050 ein hochgestecktes Ziel formuliert, vor wesentlichen Maß-nahmen wie einer tatsächlich wirksamen Abgabe auf den CO2-Ausstoß aber zurückschreckt. Der Deutsche Alpenverein fordert die Bundesregierung deshalb auf: Gestalten Sie eine konsequentere und sozialverträgliche nationale Klimapolitik, die der Klimakrise als einer existentiellen Gefährdung entschieden entgegenwirkt! Setzen Sie sich gleichzeitig in der europäischen und weltweiten Klimapolitik dafür ein, dass die Staatengemeinschaft an den gesteckten Klimaschutzzielen festhält und diese konsequent verfolgt.
Diese Aufgabe verlangt eine mutige Politik – und das notwendige Vertrauen der Gesellschaft für eine solche Politik! Der Deutsche Alpenverein ruft all seine Mit-glieder und die Gesellschaft insgesamt auf, durch persönliches Verhalten dem Voranschreiten der Klimakrise entgegenzuwirken und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz zu unterstützen.

Die Zeit des Zauderns ist vorbei, wir müssen handeln.
Jetzt!

Beschluss der DAV-Hauptversammlung, 26.10.2019

Quelle: alpenverein.de/der-dav/presse/presse-aktuell/dav-hauptversammlung-in-muenchen-der-dav-beschliesst-konsequenten-klimaschutz_aid_34173.html

DAV Sektionen Selbstverpflichtung Klimaschutz


Die Hauptversammlung fordert Bundesverband, Landesverbände und Sektionen auf, in den Handlungsfeldern “Emissionserhebung”, “Emissionsbereich Infrastruktur” und “Emissionsbereich Mobilität” Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Emissionen deutlich zu senken.

Der DAV unterstützt das Pariser Klima-Abkommen uneingeschränkt; für das Ziel seiner eigenen Klimaneutralität ist in dem vorzulegenden Gesamtkonzept ein ambitionierter Zeitraum zu definieren.

Quelle: alpenverein.de/der-dav/presse/presse-aktuell/dav-hauptversammlung-in-muenchen-der-dav-beschliesst-konsequenten-klimaschutz_aid_34173.html


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